
Kronen Zeitung
WIEDER KEINE WM ...
Horror-Hattrick perfekt! Italien im Tal der Tränen
In Bosnien ist die Euphorie nach dem Play-off-Sieg gegen Italien riesig. Die Türkei beendete indes das WM-Märchen von Franco Foda, Schweden eliminierte Polen und auch Tschechien löste auch WM-Ticket.
Die größte Schmach in der Geschichte des italienischen Fußballs ist perfekt. Die „Squadra Azzurra„ verpasste in Bosnien zum dritten Mal in Serie das WM-Ticket, musste sich in Zenica im Elfmeterschießen geschlagen geben.
Italiener in Unterzahl
Dabei hatte Moise Kean den vierfachen Weltmeister nach einem schrecklichen Fehler von Bosnien-Tormann Nikola Vasilj in Führung gebracht. Doch nach Rot gegen Inter-Verteidiger Alessandro Bastoni wegen Torraubs begann das große Zittern. Bosnien warf alles nach vorne, Ex-Austrianer Haris Tabakovic glückte das verdiente 1:1 (79.). Nach torloser Verlängerung ging es ins Elfmeterschießen, in dem zwei Italiener vergaben. Während Tonali und Co. mit hängenden Köpfen vom Feld schlichen, feierten Bosniens Fans bis in die Morgenstunden.
Der Traum des Kosovo von der ersten WM-Teilnahme in der Geschichte des Landes platzte ebenfalls brutal. Die Mannschaft von Ex-ÖFB-Teamchef Franco Foda wehrte sich gegen die Türkei nach Leibeskräften, musste sich aber mit 0:1 geschlagen geben. Bitter: Kerem Aktürkoglu erzielte in Pristina das Goldtor für die Gäste aus abseitsverdächtiger Position, Schiedsrichter Michael Oliver und der VAR sahen aber einen regulären Treffer.
Die Türken sind damit das erste Mal seit 24 Jahren wieder bei einer WM. In Japan und Südkorea gab es im Jahr 2002 sensationell Platz drei.
Riesiger Jubel herrschte auch in Solna: Schweden löste das erste Mal seit 2018 das WM-Ticket. Für die „Tre Kronor“, das Dreikronenteam, war es allerdings eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Gegen Polen ging die Mannschaft von Trainer Graham Potter zweimal in Führung, zweimal konnten die Gäste ausgleichen. Ehe Viktor Gyökeres zuschlug: der Stürmerstar von Arsenal traf in der 88. Minute zum 3:2, brachte die 50.000 Fans in der „Strawberry Arena“ zum Ausflippen. Robert Lewandowski muss bei der Endrunde zuschauen, die Skandinavier schafften Skurriles.
Hintertür Nations League
Denn in der WM-Qualifikation hatten sie gegen die Schweiz, den Kosovo und Slowenien keinen einzigen Sieg geschafft, waren mit gerade einmal zwei Pünktchen Gruppenletzter. Doch über die Hintertür Nations League schaffte man es noch in die Play-offs, qualifizierte sich nach einem 3:1 gegen die Ukraine und jetzt dem knappen 3:2 für die WM.
Ebenfalls bei der Endrunde ist Tschechien. Wie im Play-off-Semifinale gegen Irland musste man gegen Dänemark ins Elferschießen, ehe die zweite WM-Teilnahme feststand …
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